CGI – Content aus dem Computer

CGI – Computer Generated Imagery steht für Bilderzeugung durch Computergrafik und dient als Sammelbegriff für Bilder und Filme, die digital erzeugt werden. Dabei wird üblicherweise eine zweidimensionale Sequenz aus einem dreidimensionalen Bild errechnet. Für die Erzeugung von fotorealistischen Abbildungen bedeutet CGI eine Revolution – denn das abgebildete Objekt muss nicht real existieren.

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Generation X, Y, Z

Was bezeichnen die Generationen X, Y, Z und welche Bedeutung verbirgt sich hinter den Kürzeln?

Wenn Zielgruppen, Kundensegmente oder die Customer Journey Thema sind, werden häufig die verschiedenen Generationen und ihre Eigenschaften bemüht. Dazu gehören die Boomer und die Generationen X, Y, Z. Was bezeichnen sie und welche Bedeutung verbirgt sich hinter den Kürzeln?

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Die digitale Customer Journey

Wohl kaum ein Begriff wird im betrieblichen Marketing so vage und undifferenziert eingesetzt wie jener der Customer Journey. Von vielen strapaziert, von wenigen verstanden geistert die Customer Journey durch die Abteilungen wie der heilige Gral. Aber gibt es die “eine” Customer Journey? Was steckt hinter diesem Begriff? Wie verändert sich die Customer Journey durch das mobile Zeitalter und seine diversen Touchpoints?

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Kanban – Abläufe sichtbar machen, Engpässe vermeiden

Kanban ist eine Methode des Lean-Management und wurde erstmals in den 1970er Jahren bei Toyota eingesetzt. Kanban kommt dann zum Einsatz, wenn Abläufe und Prozesse sichtbar gemacht werden sollen. Kanban sorgt zunächst für Transparenz, erhöht aber bei richtigem Einsatz auch die Effizienz und sorgt für klare Zuständigkeiten.

Das Kanban-Board

Das zentrale Element der Kanban-Methode ist das Kanban-Board, das spaltenweise organisiert ist. Jede Spalte – auch Bucket genannt – steht für einen bestimmten Status, in dem sich Projekte, Produkte oder Teilaufgaben akktuell befinden. Auf Teamebene werden dazu häufig die Stati “ToDo”, “Doing”, “Done” verwendet. Bei dieser Folge spricht man auch vom Level-0 Board – es dient lediglich zur teaminternen Organisation und Transparenz. Das Level-0 Board wird meistens unsystematisch eingesetzt, um die Auslastung der einzelnen Teammitglieder zu visualisieren oder Aufgaben zu verteilen. Sinnvoll wird dieses Level-0 Board beispielsweise innerhalb von Scrum eingesetzt, um verschiedene Tasks zur Erfüllung einer Story zuzuweisen.

Achtung: Wer Kanban lediglich in dieser Form als teaminternes ToDo Board bennutzt, der verkennt den eigentlich Wert der Methode. Zurecht wird es dann abfällig als “Japanische ToDo Liste” bezeichnet.

Level-1 Kanban Board

Interessant wird es nämlich erst auf der nächsten Ebene – dem Level-1 Board, wenn mehrere Spezialisten verschiedener Professionen zusammenarbeiten. So könnten innerhalb eines Entwicklerteams beispielsweise die Stati “Analyse”, “Konzeption”, “Entwicklung” und “Testing” gewählt werden, für die jeweils verschiedene Spezialisten zuständig sind. Wenn es dann darum geht, gleichartige Projekte oder Abläufe zu organisieren, so wird das Kanban-Board sehr wertvoll. Denn es visualisiert auf einfache Weise, an welchen Stellen es zu Engpässen kommt, die den gesamten Ablauf verlangsamen.

Weitere Flight-Levels

Werden darüber hinaus Kanban-Boards eingesetzt, um die Arbeit zwischen verschiedenen Abteilungen oder gar für die gesamte Firma zu organisieren, so werden Level-2 oder Level-3 Boards fällig. Dann wird eine eigene Wissenschaft daraus, die aber viel von der Leichtigkeit eines Level-1 Boards verliert. Die Schwierigkeit liegt darin, die verschiedenen Boards miteinander zu synchronisieren. Die Boards sollen die Teams in ihrer Arbeit unterstützen und nicht eine bloße zusätzliche Dokumentationsaufgabe sein. Diesen Fall habe ich leider schon mehrfach beobachtet müssen.

Aus meiner Sicht ist Kanban daher nicht die geeignete Methode, um teamübergreifendes Projektgeschäft zu organisieren. Ich möchte jedem Unternehmen raten, sich zunächst auf Level-1 Boards zu beschränken.

Das klassische Level-0 Board
Das klassische Level-0 Board

Kanban: Stop starting – Start finishing

Wer kennt es nicht: Immer neue Projekte werden angeschoben – auf Wunsch der Kunden, auf Wunsch des Managements oder aus der Initiative der Mitarbeiter heraus. Kanban soll genau diesen Overflow und der damit verbundenen Ineffizienz vorbeugen. Das Ziel von Kanban ist es, die Durchlaufzeit einzelner Objekte durch das System zu minimieren. Deswegen gilt im Kanban das alleinige Motto:

Stop Starting, Start Finishing

Sobald ein Objekt in den Workflow gezogen wird, soll es so schnell als möglich den gesamten Prozess durchlaufen. Um dies zu unterstützen, wird ein Limit für die Anzahl der Aufgaben eingeführt, die je Bucket in Arbeit (Work in Progress – WIP) sind. Häufig liegt dieses WIP-Limit zwischen 2 und 5 – doch jedes Team muss das geeignete Limit für sich selbst herausfinden.

Pull-Verfahren im Kanban

Die einzelnen Objekte werden überdies nicht von einer Einheit an die nächste Station geschoben – das wäre ein Push-Verfahren – sondern vielmehr von der vorherigen Station gezogen, sobald Kapazitäten zur Verfügung stehen. Somit gilt das Pull-Verfahren.

Entsteht an einer Stelle im Prozess ein Rückstau, so wird dies sofort deutlich – die anderen Stationen sind dann aufgefordert zu helfen oder eine anderweitige Lösung für den Engpass zu finden – denn bevor er aufgelöst ist, können die vorherigen Stationen keine weiteren Aufgaben beginnen.

Der Ursprung von Kanban

In der deutschsprachigen Literatur liest man häufig, Kanban sei von Toyota erfunden worden. In der englischen Literatur indes erfährt der geneigte Leser die ganze Wahrheit: Das System wurde ursprünglich entwickelt, um den Besucheransturm in einem japanischen Garten zu steuern. Das System: Die Anzahl der Eintrittskarten ist auf eine gewisse Anzahl beschränkt. Ein neuer Besucher darf erst eintreten, wenn wieder eine freie Karte am Eingang des Parks zur Verfügung steht. Auf diese Weise wird dafür gesorgt, dass eine gleichbleibende Anzahl an Besuchern den Garten gebührend würdigen kann und an den einzelnen Attraktionen keine lange Wartezeit hat. So heißt Kanban denn auch übersetzt soviel wie Karte oder Schild.

Wann lohnt es sich, Kanban einzusetzen?

Meine Empfehlung ist, Kanban einzusetzen wenn

  • Produkte oder Projekte in gleichartigen Prozessen ablaufen, die sich exakt benennen und klassifizieren lassen
  • Einzelne Arbeitsschritte nacheinander von verschiedenen Spezialisten oder spezialisierten Teams erledigt werden
  • Die Durchlaufzeit ein entscheidender Faktor ist

Wie sind Deine Erfahrungen mit Kanban? Hinterlasse einen Kommentar!

Content Marketing – eine Definition

Wer Content sagt, der muss auch Marketing sagen. Doch der Begriff des Content Marketing wird mittlerweile derart inflationär verwendet, dass eine Abgrenzung zu klassischer Werbung immer schwerer fällt. Wenn ich Content veröffentliche, ist das dann Content Marketing? Natürlich nicht.

Was ist Content Marketing?

Content Marketing ist eine Aktion, in dem Content einen Mehrwert für den Rezipienten, also den Empfänger, schafft. Das ist mitnichten ein neues Konzept. Klassische Beispiele gefällig? Im Jahr 1900 hat Michelin zum ersten Mal systematisch Restaurants ausgezeichnet. Seit 1964 veröffentlicht Pirelli den jährlichen Kalender, der über Generationen hinweg Begehrlichkeiten weckt. Und 2012 ließ Red Bull einen Menschen aus dem Weltraum springen.

Content Marketing als klassische Disziplin

Die Disziplin ist über 100 Jahre alt und verknüpft Marken untrennbar mit Content, der unzweifelhaft Mehrwert bildet, Wert schafft und messbar zum Unternehmenserfolg beiträgt. Und genau das ist Content Marketing!

Definition Content Marketing

Im Content Marketing werden werthaltige und auf die Zielgruppe zugeschnittene Inhalte produziert und passend an die Zielgruppe ausgespielt. Ziel ist die Aktivierung und Interaktion mit dem Marketer, um Kunden und Multiplikatoren zu gewinnen. Content Marketing soll einen Return on Invest (ROI) erzielen.

Neue Kanäle für das Content Marketing

Durch die fortschreitende Digitalisierung ergeben sich immer neue Möglichkeiten, Zielgruppen gezielt anzusprechen. Die Rezipienten reagieren allerdings zunehmend ablehnend auf klassische, anpreisende Werbung und Werbebanner, die den Flow stören. Das Phänomen wird als “Ad Fatigue” bezeichnet – Werbemüdigkeit. Zum Content Marketing gehören daher auch

  • Search Engine Optimisation (SEO)
  • Search Engine Advertising (SEA)
  • Native Advertising (natürlich erscheinende Einbettung)
  • E-Mail Marketing
  • Social Media Marketing
  • Influencer Marketing

Der Weg zur Content Strategie

Die Themenfelder der Content Strategie können bei theoretischer Betrachtung schnell überwältigend wirken. Dabei hilft es, sich von der rein theoretischen Betrachtung zu lösen und an deren statt die praktische Umsetzung im Unternehmen zu untersuchen. Denn je nach Status Quo und der Art der Unternehmens sind ganz unterschiedliche Faktoren für die Content Strategie von Bedeutung.

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Scrum – Agil in Sprints arbeiten

Wer sich mit Agilen Methoden beschäftigt, der wird schnell auf die SCRUM Methode stoßen. Anfangs als Handlungsrahmen für agile Softwareentwicklung entwickelt, in der ein Entwicklerteam eigenverantwortlich und ohne Projektleiter agieren kann, findet SCRUM heute Anwendung in weiteren Gebieten von der Prozessoptimierung bis hin zur Organisationsentwicklung und Change Management.

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Das Content Strategy Framework

Die Content Strategie plant die Erstellung, Auslieferung und Verwaltung von nützlichem sowie nutzbarem Content. Die Betrachtung ist dabei nicht auf bestimmte Contentarten reduziert. Somit sind ganz verschiedene Prozesse, Systeme und Menschen innerhalb der Strategie relevant.

Kristina Halverson hat ein Framework entwickelt, dass alle relevanten Faktoren so gut es geht abbildet. Auf den ersten Blick ist erkennbar: Die Content Strategie verbindet die für die Erstellung von Content relevanten Faktoren mit der technischen und prozessualen Architektur, mit der diese Faktoren interagieren. In der Content Strategie verfolgen wir somit eine ganzheitliche Betrachtung der Strukturen, die sich innerhalb eines Unternehmens mit Content beschäftigen.

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Was ist Content Strategy?

Content Strategy (oder die deutsche Entsprechung Content Strategie) ist als Disziplin noch recht jung. An der Schnittstelle zwischen Marketing und strategischem Management geht es in der Disziplin um die Planung der Erstellung, Auslieferung und Verwaltung von nützlichem sowie nutzbarem Content.

Diese Definition ist deshalb so treffend, weil sie so wenig konkret ist. Kristina Halverson hat als Begründerin der Disziplin gleichsam eine zeitlose Definition geschaffen, die unempfindlich gegenüber Fortschritten in Technologie, Prozessen und Medienarten reagiert.

Die Elemente der Content Strategie

Wir können unschwer ableiten, wie weitreichend und umfassend Content Strategy auf alle zugehörigen Unternehmensabläufe einwirkt:

Die Planung signalisiert den Umstand, dass wir uns außerhalb der operativen Prozesse bewegen – vielmehr geht es um die Rahmenbedingungen und Leitplanken dieser Prozesse. Nicht zuletzt charakterisiert die Ausrichtung auf die gegebenen Ziele.

Die Erstellung bezieht sich auf alle Briefings, Prozesse und Stakeholder, die auf die Erstellung von Content Einfluss nehmen. Voraussetzung ist dabei, dass ein klar definiertes Ziel bekannt ist. Will unser Content verkaufen, erklären, inspirieren? Verschiedene Ziele erfordern unter Umständen ganz unterschiedliche Vorgänge in der Erstellung.

Das gleiche gilt auch für die Auslieferung des erzeugten Contents, der hochgradig automatisiert bis hin zu dynamisch – aber auch vollständig manuell geschehen kann.

Häufig unterschätzt wird die Verwaltung des Contents mittels verschiedener Ablagestrukturen und Systeme. Hier sprechen wir von MAMs und PIMs und anderen Content Management Systemen. Die Verfügbarkeit von Content in gut strukturierten Systemen macht die Nutzung des Content erst für nachfolgende Kanäle – ob nun analog, digital oder intelligent – erst möglich.

Aber fehlt nicht ein wesentlicher Bestandteil, nämlich die Verwendung des Content? Üblicherweise ist die abgestimmte Verwendung des Content Teil einer anderen Disziplin, nämlich des Content Marketing. Dort geht es vornehmlich um die Frage, welche Kanäle mit welcher Art Content bespielt werden. Content Marketing ist somit ein relevanter Input-Geber, denn im Content Marketing werden Anforderungen an die Content Strategie definiert, die zu berücksichtigen sind.